decisions.ch - Schweizer kennzeichenrechtliche Entscheide
    Vorliegen verneint    
Produkt(e) andere Produkte Instanz Kernaussage (Quelle) Fundstelle
Motorfahrzeuge (Kl.12) Vermietung von Werbung auf Motorfahrzeugen (Kl.35) RKGE

(CORSA-Entscheid).

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RKGE vom 19.10.2005, sic! 2006, 88
Scooter und ihre Bestandteile (Kl.12) Düsenmotoren (Kl.7) BVGer

Les seuls véhicules terrestres qui ont jusqu'ici été équipés de moteurs à réaction sont des voitures ou des deux-roues (motos) spécialement construits pour battre des records de vitesse, tels que les dragsters (...). On conçoit dès lors mal qu'un scooter destiné à la circulation routière soit équipé d'un moteur à réaction. Les scooters et les moteurs à réaction ne pouvant dès lors être considérés comme similaires, tout risque de confusion doit ainsi être écarté pour ces produits-là.

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BVGer vom 04.02.2008
Motorfahrzeuge (Kl.12) Transportwesen (Kl.39), Veranstaltung von Reisen (Kl.39), Verpackung und Lagerung von Waren (Kl.39) IGE

Zwar wird der grösste Teil der Personen- und Warentransporte mittels Fahrzeugen erbracht. Dem Institut ist  keine Diversifikation eines Automobilherstellers bekannt, der neben der Produktion von Fahrzeugen auch die Dienstleistungen eines Fuhrunternehmens oder eines Reiseveranstalters anbietet. Hinsichtlich der „Verpackung und Lagerung von Waren“ kann zwar auch ein funktioneller Zusammenhang zu Fahrzeugen hergestellt werden. Indessen darf nicht jede denkbare sachliche Verknüpfung für sich schon als markenrechtliche Gleichartigkeit gewertet werden.

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IGE vom 16.10.2008, Nr. 8932
Fahrzeuge und Fahrzeugbestandteile (Kl.12), Schiffe (Kl.12) Luftfahrzeuge (Kl.12) IGE

Zu unterschiedlich sind Produktions-Know how und Distributionskanäle, Synergien sind keine auszumachen. Schliesslich sind auch die Abnehmerkreise verschieden. Um ein Flugzeug fliegen zu können, bedarf es immer einer speziellen, aufwändigen Ausbildung wohingegen für bestimmte Land- und Wasserfahrzeuge nicht einmal ein Führerausweis erforderlich ist. Diese Waren sind daher nicht gleichartig.

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IGE vom 26.08.2011, Nr. 11241
Autos und Autobestandteile (Kl.12) Luftfahrzeuge (Kl.12) BVGer

Bezüglich der angefochtenen "Apparate zur Beförderung in der Luft oder auf dem Wasser" ist die Gleichartigkeit mit den "véhicules automobiles" zu verneinen bzw. eine Produkteandersartigkeit festzustellen, da für die sich gegenüberstehenden Waren unterschiedliche Vertriebskanäle gelten dürften. Daran vermag der Umstand, dass gewisse Auto-Hersteller unter ihrer Marke auch Flugzeuge oder Motorboote produzieren und anbieten, nichts zu ändern, zumal die jeweiligen Firmen diese Sparten in der Regel klar zu trennen pflegen.

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BVGer vom 10.06.2016, B-7536/2015
Waffen (Kl.13) Sportartikel (Kl.28) IGE

Il convient dʼindiquer que les armes à feu utilisées à titre sportif ne sont par contre pas incluses dans la classe 28 et quʼil nʼexiste dès lors pas de similarité avec les « articles de sport compris dans cette classe ».

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IGE vom 27.04.2010, n° 10533
Uhren (Kl.14) Brillen (Kl.9), Lederwaren (Kl.18) RKGE

Das Publikum nimmt die genannten Waren nicht zusammenfassend als „Modeartikel“ wahr (ORFINA-Entscheid).

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RKGE vom 12.12.2001, BGE 128 III 96
Uhren für den Einbau in Autos (Kl.14) Armband- und Standuhren (Kl.14) BGer

Uhren, welche ausschliesslich für den Einbau in Autos bestimmt sind, sind in erster Linie Autoersatzteile bzw. Autozubehör und keine Zeitmessinstrumente; sie sind mit Armband- und Standuhren nicht substitutierbar und daher zu diesen auch nicht warengleichartig

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BGer vom 04.04.2001, Urteil 4C.392/2000
Schmuck (Kl.14), Uhren (Kl.14) Kosmetika (Kl.3), Taschen aus Leder (Kl.18), Kleider (Kl.25), Schuhwaren (Kl.25), Kopfbedeckungen (Kl.25) IGE

Die Widersprechende stellt zwar richtig fest, dass zwischen Uhren und Schmuck einerseits und Bekleidungsstücken sowie anderen Modeaccessoires andererseits nur unter besonderen Umständen auf Gleichartigkeit geschlossen werden darf. (...) Wie die Rekurskommission festgestellt hat, gilt als allgemein bekannt, dass zwischen Bekleidung (Klasse 25) und Schmuckwaren respektive Zeitmessinstrumenten (Klasse 14) eine enge Verbindung besteht, indem Haute-Couture-Unternehmen je länger desto mehr auch Parfums, Kosmetika, Brillen sowie Uhren und Schmuck herstellen. Meistens geschehe dies aber unter dem Namen von bekannten Modeschöpfern, und es sei dies auch der einzig schlüssige Hinweis auf ein und dieselbe Herkunft der ganz verschiedenen Waren. Eine derart weitgehende Warengleichartigkeit könne zudem nur angenommen werden, wenn besondere Umstände vorlägen, wie etwa im Falle einer Marke mit ausgesprochen starker Kennzeichnungskraft und entsprechend grossem Schutzumfang (vgl. RKGE in sic! 2001, 651 f. – MPC by Tenson [fig.] / MDC). Genau diese besonderen Umstände sind vorliegend nicht gegeben (...)  und die Gleichartigkeit ist daher in Bezug auf die Waren der Klassen 3, 18 und 25 zu verneinen.

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IGE vom 21.06.2006, Nr. 7859-7860
Schmuck (Kl.14), Uhren (Kl.14) Edelmetalle (Kl.14) BVGer

Les métaux précieux et leurs alliages peuvent certes être utilisés dans la fabrication de produits horlogers. Il existe toutefois des différences fondamentales entre ces deux groupes de produits (entgegen der älteren Rsp der RKGE besteht keine Gleichartigkeit zwischen Uhren, Schmuck und Edelmetallen)

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BVGer vom 20.02.2013, B-5467/2011
Papier und Papierwaren (Kl.16) Zigarettenfilter und Zigarettenpapier (Kl.34) BVGer

Die erhöhte Kennzeichnungskraft einer Widerspruchsmarke vermag die fehlende Gleichartigkeit zu Waren einer angegriffenen Marke nicht zu kompensieren (OLD NAVY-Entscheid).

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BVGer vom 05.10.2007, Ingres-News 3/2008
Druckereierzeugnisse (Kl.16) Werbung (Kl.35) RKGE

Es würde das markenrechtliche Spezialitätsprinzip sprengen, wenn jede DL, bei der Druckereierzeugnisse eingesetzt werden, als gleichartig mit Druckereierzeugnissen angesehen würde (LOGIN-Entscheid).

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RKGE vom 25.10.2005, sic! 2006, 95
Kunststofffolien für Verpackungszwecke (Kl.16) Kunststoffe im Rohzustand (Kl.1) RKGE

Rohstoffe sind mit identisch bezeichneten Fertigprodukten gleichartig, wenn sie für deren Qualität aus der Sicht des Publikums eine derart wesentliche Bedeutung haben, dass sie unweigerlich demselben Markeninhaber zugeschrieben werden. Auf das Verhältnis zwischen «Kunststoff-Folien für Verpackungszwecke» und «Kunststoffen im Rohzustand» trifft dies nicht zu (RESINEX-Entscheid - beachte aber K-Entscheid in der gleichen sic!, S. 419, der in teilweisem Widerspruch zum RESINEX Entscheid steht).

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RKGE vom 30.12.2003, sic! 2004, 418
Papier und Papierwaren (Kl.16) Druckereierzeugnisse (Kl.16) IGE

Demgegenüber werden Druckereierzeugnisse und Buchbinderartikel von Medienhäusern und spezialisierten Betrieben erbracht. Bei der Produktion von Druckereierzeugnissen und Buchbinderartikel handelt es sich um eine der Papierfertigung nachgelagerte Industrie. Somit unterscheiden sich die Waren im Herstellungsknow-how und im Verwendungszweck. Insofern entspricht es der Marktüblichkeit, dass Produzenten der Rohstoffe "Papier und Pappe" nicht in der Fertigung von Büchern und weiteren Publikationen tätig sind, mithin die Gleichartigkeit zu verneinen ist.

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IGE vom 25.03.2004, Nr. 6309
Druckereierzeugnisse (Kl.16), Zeitschriften (Kl.16), Zeitungen (Kl.16) Papier und Papierwaren (Kl.16) IGE

En ce qui concerne le papier et le carton, il s’agit de produits dont le caractère « brut » se différencie de produits finis tels que les produits en ces matières.

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IGE vom 16.10.2008, n° 9244
Druckereierzeugnisse (Kl.16), Zeitschriften (Kl.16) Bürogeräte (Kl.16), Schreibgeräte (Kl.16) IGE

Les autres produits mentionnés sont d’une autre nature et généralement fabriqués par des entreprises de type dif-férent nécessitant un autre savoir-faire ; il s’agit en effet d’outils, de machines, de moyens d’impressions, de matériaux ou d’objets qui, bien que liés à l’imprimerie, au bureau ou à la pein-ture, ne sont pas suffisamment proches dans leur essence ou leur nature fondamentale aux produits visés par la marque opposante.

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IGE vom 16.10.2008, n° 9244
Zeitungen (Kl.16), Zeitschriften (Kl.16) Erziehung und Ausbildung (Kl.41) IGE

Dem Institut ist keine Marktübung bekannt, wonach Anbieter von Zeitungen und Wirtschafts-magazinen in den Dienstleistungsbereich der Erziehung, (Personal-)Schulung oder beruf-lichen Orientierung diversifizieren, d.h. Dritten diese Dienstleistungen entgeltlich anbieten. Nicht jede denkbare sachliche Verknüpfung (vorliegend etwa das Thema berufliche Orien-tierung als Schwerpunkt eines Magazins und Inhalt eines Dienstleistungsangebotes) genügt, um als markenrechtliche Gleichartigkeit gewertet zu werden.

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IGE vom 26.01.2009, Nr. 9552
Papier und Papierwaren (Kl.16) Taschen, Handtaschen, Koffer (Kl.18), Waren aus Leder und Lederimitationen, soweit nicht in anderen Klassen enthalten (Kl.18), Kleider (Kl.25), Kopfbedeckungen (Kl.25), Schuhwaren (Kl.25) IGE

En ce qui concerne les produits de la classe 16 de la marque attaquée, tels que par exemple des produits en papier, articles de papeterie et adhésifs, il faut considérer qu'ils ne présentent pas de similarité avec les produits des classes 18 et 25 de la marque opposante. Ils servent notamment des buts différents et relèvent de canaux de distributions en principe séparés.

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IGE vom 04.05.2009, n° 9538
Bücher (Kl.16), Broschüren (Kl.16), Papier und Papierwaren (Kl.16), Zeitschriften (Kl.16), Zeitungen (Kl.16) Finanzdienstleistungen (Kl.36) BVGer

Des imprimés tels que des livres, des manuels, des publications, des revues, des tables, des diagrammes ou des index ne constituent pas des compléments naturels ou une suite logique de l'offre des services financiers. Le consommateur ne peut dès lors penser qu'un paquet de prestations inclura un service financier et un tel imprimé. Il sied en conséquence de conclure à l'absence de similarité entre ces produits et ces services.

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BVGer vom 30.09.2009, B-137/2009
Bücher (Kl.16), Broschüren (Kl.16), Druckereierzeugnisse (Kl.16), Papier und Papierwaren (Kl.16), Transportwesen (Kl.39), Veranstaltung von Reisen (Kl.39), Vermietung von Fahrzeugen (Kl.39) Büroarbeiten (Kl.35), Unternehmensberatung (Kl.35), Werbung (Kl.35), Organisation von Veranstaltungen (Kl.41), Unterhaltungsdienstleistungen (Kl.41) IGE

En l’espèce, les services des classes 35 et 41 de la défenderesse ne sont pas similaires aux services de l’opposante de la classe 39. La limitation en classe 35 à des « services relatifs aux secteurs des loisirs et des voyages » n’a pas d’impact sur la nature même des services : ceux-ci restent des services dont le but principal est l'aide dans l'exploitation ou la direction d'une entreprise commerciale ou des services des établissements de publicité. Les services de la classe 41 sont quant à eux des services destinés en particulier à divertir.

Les services précités de la défenderesse en classe 35 et 41 ne sont pas non plus similaires aux produits de l’opposante en classe 16.

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IGE vom 04.03.2010, n° 9694